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stattweb-News Ausgabe 08, 2008-10

Güde, Fritz:
AFGHANISTAN: Die Kriegsmaschine wurde geschmiert und läuft weiter
News-Beitrag auf stattweb.de vom 16.Oktober 2008

Fast lustlos zogen auch die Befürworter einer weiteren Besatzung Afghanistans ihren Job durch. Zur Zeit-Ersparnis könnten in Zukunft CD-s eingesetzt werden.

Auszüge in Konzentratform gefällig? -

Ziviler Aufbau nötig, aber ohne Knarren dahinter unmöglich! -Bündnispartner nicht im Stich lassen! -Kein Wortbruch! -Lage ernst, aber nicht aussichtslos!

Dass es ganze Länder gibt wie Indien, die ohne Knarre Hilfsaktionen durchführen - diese Entdeckung blieb Gehrcke von der LINKEN vorbehalten.

Dafür wurde er zum Beispiel von unserem Arnold- SPD- Baden-Württemberg mit einigem Aufwand verhauen. Es lauschten auch Soldaten von der Balustrade herunter: die durften durch irgendwelche Zweifel an ihrem Tun nicht beleidigt werden.

Auflockernd zum Schluss er, der niemals fehlen darf. Weisskirchen, SPD. Er heulte und schrie auch dieses Mal zum Himmel, vergaß aber für ein Mal die Frauen und Mädchen. Einer Information dazwischen war zu entnehmen, dass inzwischen in ganz Afghanistan nur überhaupt fünf Prozent lesen und schreiben können. Da bleibt für den Aufschwung des Weibes unter der Burka natürlich zu wenig übrig.

Dafür rief Weisskirchen mit einer Stimme, die er sich fürs jüngste Gericht hätte sparen können, Winnie Nachtwey von den GRUENEN auf, gefälligst mit Ja zu stimmen und sich nicht mit einer feigen Stimmenthaltung drücken zu wollen.

Nachtwey, sonst ebenfalls gereifter Kriegstreiber geworden, verwahrte sich. Warum es eigentlich ging, muss in den Protokollen nachträglich erforscht werden.

Soviel zu zirka zwei Stunden Diskussion. Zwei Stunden über eine Entscheidung, die wohl noch vor dem Jahr 2012 von der selben Mehrheit im Deutschen Bundestag bedauert werden wird, die jetzt überzeugungslos, aber in hündischer Unterwerfung zugestimmt hat. Dann wird es wieder einmal keiner gewesen sein wollen.

Die FRANKFURTER RUNDSCHAU machte heute verdienstvollerweise auf mit den Bildern, oder wenigstens Namen, der jetzt schon in Afghanistan getöteten deutschen Soldaten. Vergessen wurden allerdings die zehn- oder hundertmal mehr Einheimischen, wenig Kämpfern, vielen Zivilen.

Erschütternd, dass solche Verbrechen zugedeckt werden von ein paar Viertelstündchen pro Plappermaul und Hurraaschreier.

Quelle: PHOENIX, Direktübertragung, Bundestagsdebatte 16.8.08



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