stattweb-News Ausgabe 09, 2009-10![]()
Tanja Gönner mit Joachim Wille -auszugsweise:
Tanja Gönner: Nur jetzt den Kernkraftwerken keine Grenzen nach oben setzen! - Wo eine Fachfrau energisch hinschaut, wird es gut
News-Beitrag auf stattweb.de vom 3.Oktober 2009
[Frau Gönner in ihrer weltumspannenden Art lässt bewusst ein Nebenproblem weiterhin weg, über das ganz gegen ihre Einschätzung im Wahlkampf so wenig gesprochen wurde wie nachher: wo soll das Atom-Klo hin und von wem immer wieder der Abzug betätigt werden? Sonst alles klar: mit EON und RWE schon vorher abgesprochen fg in REDAKTION STATTWEB ] ![]()
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Frau Gönner, es gibt vor den Koalitionsverhandlungen Überlegungen, das Bundes-Umweltministerium zu filetieren. Die Rede ist davon, die Zuständigkeit für die erneuerbaren Energie ins Wirtschaftsministerium zu verlagern. Eine gute Idee? ![]()
Nein. Die erneuerbaren Energien brauchen auch in Zukunft einen gewichtigen Fürsprecher. Deswegen wäre es klüger, Klimaschutz und Öko-Energien in Umweltministerium zusammen zu lassen. Noch sind die neuen Energien nicht so weit, dass sie sich von allein gegenüber konventioneller Energie behaupten. ![]()
Ein Energiekonzept aus einem Guss fehlt dann weiterhin? ![]()
Das sehe ich nicht. Es ist nicht entscheidend, dass die Zuständigkeiten gebündelt werden, es kommt auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den Ministerien und in der Koalition an. Union und FDP sind sich hier weitgehend einig, das ist anders als in der Großen Koalition. Obwohl es natürlich auch einige Konfliktpunkte gibt, die ausgetragen werden müssen. ![]()
Erhebt die Union Anspruch auf das Umweltministerium? ![]()
Erst geht es um die Inhalte, dann um die Personen. Aber die Union sollte das Umweltministerium besetzen. Umwelt- und Klimaschutz sind unser Thema. ![]()
Die FDP will die Förderung der erneuerbaren Energien, besonders des Solarstroms drastisch kappen. Was sagen Sie dazu? ![]()
Eine Hau-Ruck-Aktion wäre hier falsch. Richtig ist: Die Solaranlagen sind, weil der Markt einbrach, deutlich billiger geworden. Insofern gäbe es derzeit Spielraum für eine Reduzierung der Förderung. Aber das muss man mit Augenmaß entscheiden - mit einer Marktanalyse als Grundlage. Wir können nicht alle halbe Jahre die Förderung je nach Marktlage herauf- und heruntersetzen. Der Solarmarkt braucht immer einen ausreichenden Anreiz zur Installation der Anlagen. ![]()
Die Union will die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängern. Wie viele Extra-Jahre wollen Sie den Stromkonzernen zubilligen? ![]()
Wir sollten nicht Jahreszahlen festlegen. Entscheidend ist es, dass die Sicherheit der Kraftwerke garantiert ist. ![]()
Also Laufzeiten nach oben offen? ![]()
Nein. Wir müssen Sicherheitsstandards festlegen, die sich nach dem Stand der Technik fortentwickeln Wenn diese, etwa durch technische Nachrüstung, eingehalten werden, kann das Kraftwerk weiterlaufen. Wenn nicht, dann nicht. ![]()
Ihr CSU-Amtskollege Markus Söder schlägt eine Begrenzung auf acht bis zehn zusätzliche Jahre vor. ![]()
Bei meinem Konzept steht die Sicherheit im Vordergrund. Sie werden von mir keine solche Zahl hören. ![]()
Glauben Sie, die Bürger finden es prima, wenn Pannen-Reaktoren wie Krümmel und Brunsbüttel wieder ans Netz gehen und dann noch viele Jahre länger laufen sollen? ![]()
Für uns ist entscheidend: Ist Krümmel sicher oder nicht. Dieses Kernkraftwerk hatte Pannen, obwohl es sich um eine relativ neue Anlage handelt. Man wird sich die Lage dort genau ansehen müssen und dann entscheiden, wie bei jedem einzelnen Reaktor. Nicht das Alter, sondern Zustand ist entscheidend. Die Union ist mit einem klaren Konzept zur Weiternutzung der Kernkraft in den Wahlkampf gegangen. Der Wähler wusste, was wir vorhaben ![]()
Die ganze wunderbare Selbstoffenbarung zu Ende lesen unter www.fr-online.de/top_news/1990043_Interview-mit-Tanja-Goenner-Der-Waehler-wusste-was-wir-vorhaben.html![]()
Quelle: Fr-online 3.10.09
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