stattweb.de LogoStattzeitung Logo (2)

Artikel


stattweb-News Ausgabe 09, 2009-11

Mentzel, Willy:
Wiesbaden: Wer ist Kristina Koehler?
News-Beitrag auf stattweb.de vom 28.November 2009

Dass sie die jüngste Ministerin ist, hat sich herumgesprochen. Erst 32, und bisher hyperaktiv im Raum Wiesbaden. Also ebenfalls auf Kochs Anspruchzettel zu vermerken.

Ohne Mann, ohne Kind. Das ist aber sicher ihr geringster Mangel. Im letzten Bundestag bisher "Beauftragte für/gegen politischen Extremismus." Sehr involviert in die Bestrebungen, mit Mitbürgern muslimischen Glaubens ins Gespräch zu kommen. Insofern hat sie sich auch für muslimische Lehrstühle an den Unis eingesetzt, natürlich in der Absicht, gesetzestreue Nicht-Islamisten heranzuziehen, denen Religion etwas ist wie dem aufbauenden CDU-Wesen: für den Sonntag geeignet, auch zur Verhinderung des schmucklosen Begehens wichtiger Tage wie Geburt, Eheschließung, Beerdigung. An sich etwas nicht Verwerfliches. Nur leider vergeblich.

Im Untersuchungsausschuss gegen Steinmeier hängte sie sich -obwohl damals treues Großkoalitionsmitglied- gegen den amtierenden Außenminister weit aus dem Fenster.

Heft 13 von "Ossietzky" enthält eine kleine Anmerkung:

"Dreitausendfünfhundert Seiten dick ist der Abschlußbericht zur BND-Affäre, den der Untersuchungsausschuß des Bundestages in langer Mühe zustandegebracht hat, und so ist die Gewähr dafür gegeben, daß ihn niemand liest. Die Veröffentlichung einer 160-Seiten-Kurzfassung lehnten die SPD-Verteter im Ausschuß ab. Kein Wunder, denn Kanzlerkandidat Steinmeier, damals Kanzleramtschef, kommt bei den Recherchen des Gremiums nicht gut weg. Auch die Sprecherin der Union im Ausschuß zog, obwohl derzeit Koalitionspartnerin, eine Steinmeier-kritische Bilanz: Als Gehilfe Schröders habe er damals ein »Doppelspiel« betrieben: der Öffentlichkeit vorgetäuscht, die Bundesrepublik beteilige sich nicht am Irakkrieg der USA, unter der Hand aber den US-Militärs geholfen. So war es. Aber mit dieser Steinmeier-Schelte spielt die CDU/CSU selbst ein Doppelspiel, denn die Unionsparteien wünschten 2003 dringlich, daß die Bundeswehr an der Seite der US-Army zum Kriegführen in den Irak zöge. Steinmeier hat also damals klammheimlich ein bißchen von dem erledigt, was die CDU/CSU im Schilde führte." [Ossietzky 13/09]

Verfasst von Marja Winken. Merkwürdigerweise erwähnt sie nicht den Namen der "Sprecherin der Union" bei dieser Attacke. Es war Kristina Koehler.

Bleiben zwei Fragen: Hat Merkel inzwischen so wenig vertrauenswürdige Wesen in ihrem Stall, dass sie nur durch behendes Umbesetzen die Zügigkeit im Reagieren beweisen kann, die ihr morgen allerseits nachgerühmt werden wird?

Und: Bei einem großen Frauenanteil in der Partei mit aufzählbarer Familie - warum gerade eine wählen, die keine hat. Das ist nicht diskriminierend gemeint. Positiv gefragt: Welche Eigenschaften haben gerade Kristina Koehler für den Posten empfohlen. Einmal natürlich die Gönnerschaft Kochs, auf dessen Ticket sie reist. Dann aber wahrscheinlich auch das Aggressive - gegen die ehemaligen Koalitionspartner, gegen alles Ost-und Kommunismusverdächtige, gegen Musliminnen und Muslime, die nicht so wollen, wie sie will.

Insgesamt eine, von der man nichts weiß, aber vermuten kann, dass sie die Anforderungen an nachziehende Familienmitglieder aus der Türkei erheblich anspannen wird.

Das freilich würde dann an die glanzvollen frühen Kampagnen des Vaters aller Hessen- Koch- recht nahtlos anschließen.

Die "Bemerkung" im Zusammenhang nachlesen unter

//www.sopos.org/aufsaetze/4a46380e553ea/1.phtml

---

Zur Erinnerung eine kleine Notiz aus dem Jahre 2006 - stattweb [08.08.2006, 11:09 Uhr]

Letzte Zuflucht der Linksradikalen- in Christiansens Armen

Der Verfassungsschutz warnt und warnt- aber es lauscht ja keiner-außer ihm selber. Extremisten wühlen, nagen und unterwandern wie seit den fünfziger Jahren – und keiner hört. Da braucht es Hilfstruppen. Wenigstens die hessische CDU-Abgeordnete Kristina Koehler hat aufgepasst und den roten Fuchs mitten im Hühnerstall erwischt. Bei Frau Christiansen. Es ging ums Erben. Im Publikum erhob sich jemand und bekannte, er habe ein beträchtliches Vermögen gespendet- wem? Der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands. MLPD Anstatt solche Verirrungen mit der gebotenen Verachtung zu strafen- zumindest einem deutlich sichtbaren Augenrollen oder einem gezischten PFUI- tat Frau Christiansen etwas, das in einem Öffentlich-Rechtlichen Sender einfach nicht zu dulden ist. Sie zollte Respekt! Und duldete klatschendes Publikum. Kein Wunder, dass einer solchen Moderatorin bei frühester Gelegenheit gezeigt wird, wo der Zimmermann das Loch gelassen hat.Tschüß vom ARD! Das Mindeste, fordert Kristina Koehler, wäre eine Distanzierung Frau Christiansens von ihren Maßlosigkeiten. Wenigstens soviel Anstand vor dem Abgang sei zu erwarten. Frau Koehler wurde bisher nur als zuständig für den schlimmen Islamismus in den einschlägigen Wb-Seiten genannt. Laut der Meldung auf ihrer eigenen website ist sie inzwischen auch geworden “Die innenpolitische Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Extremismus“Beförderung? Es macht ja nichts, wenn man gewisse Verständnisschwierigkeiten hat. Es fällt im Bundestag auch nicht so auf. Nur sollte niemand seine Ausfallerscheinungen zum Hauptberuf und Spezialgebiet machen. Pompös zitiert Frau Koehler- nach dem Verfassungsschutz- aus dem Programm der MLPD. Wie in den meisten kommunistischen Parteiprogrammen entschlossener Art wird hier –mit Marx- vorausgesehen, dass die Staatsmacht nur mit „Waffengewalt“ unter Fühhung des Proletariats errungen werden kann. Zum intensiveren Haaresträuben wird hinzugefügt, dass dieser Kampf „ auf den Straßen“ stattfindet. (Vermutlich Zusammenfassung nach dem Verfassungsschutz) Frau Koehler vergisst, was selbst Gerichte in lichteren Augenblicken zugestanden haben, dass damit nicht eine putschistische Drohung für September oder für nächstes Jahr ausgesprochen wird. Es handelt sich streng genommen, um einen Bedingungssatz- Wenn die Staatsmacht erobert werden soll, dann nur über „Waffengewalt“. Wann und ob diese Bedingungen erfüllt sein werden, muss der präzisen Analyse der gegebenen Situation überlassen bleiben. Wie man Podien richtig dirigiert und dressiert, hat die unerschrockene Vorkämpferin in Wiesbaden gezeigt, als es um den Neubau einer Moschee ging. Sie hatte sich einer Podiumsdiskussion mit Ibrahim El-Zayat verweigert und zur Begründung behauptet, die Islamische Gemeinschaft in Deutschland sei laut Bundesverfassungs- schutzbericht 2003 eine Organisation der Muslimbruderschaft. So viel Vertrauen zu den Diensten- und wie belohnt? Am 27.04.2005 erließ das Landgericht München I eine einstweilige Verfügung, mit der ihr untersagt wurde, zu behaupten, die Islamische Gemeinschaft in Deutschland sei eine Organisation der Muslimbruderschaft. Einen Monat darauf durfte sie nicht einmal mehr behaupten, der von der Podiumsdiskussion ausgeladene sei Funktionär der Muslimbrüder. Aber wie man korrekt und zugleich offen diskutiert, das hat sie gezeigt. Auch ihr Einsatz für den Islamwissenschaftler Raddatz wurde ihr nicht gedankt. Sie hatte in einer Veröffentlichung der web-site „Muslim-Markt“ eine Morddrohung gegen Raddatz gefunden. Allerdings fand sich an der Stelle nur ein Gebet, in welchem Gott gebeten wurde, den Islamschänder- nach Meinung des Verfassers- zu strafen. „Mein ist die Rache, spricht der Herr“. Tatsächlich hat der Verfasser dieser Zeilen vor einigen Tagen vor Gericht einen Freispruch erreicht: gegenüber Gott muss die Aufforderung zu einer Straftat folgenlos bleiben. Und irdische Adressaten wurden nicht genannt. Kristina Koehler wird’s sich nicht verdrießen lassen. Demokratie braucht Wächter, wie schon Plato wusste, und da er Männer und Frauen gleichermaßen zum Dienst verpflichtete, auch Wächterinnen. Inzwischen ist Kristina Koehler schon bei der eigenen Partei unruhig geworden, als Rüttgers in Nordrheinwestfalen sich anfallsweise an die Wahlversprechen erinnerte und was daraus geworden ist.Koehler, argwöhnisch, man habe im Wahlkampf sicher allerlei im Angebot gehabt, was mehr als Schnäppchen gedacht war und aussortiert werden könnte.Dann ihre große Furcht, dass die Union deshalb doch ja nicht „sozialdemokratisch wird, sondern dass wir für unsere Überzeugungen nur noch mehr kämpfen." Also Rüttgers schon krebsrosa. Auch solche werden bekanntlich scharlachen, wenn die Hitze steigt. Immer hingucken, wo keiner sonst was ahnt- und sofort feste draufhauen!. Und absolut keine Nachsicht mit Christiansen. Ein Tipp: In einer der Sendungen vorher war die rote Heidi dran

Quelle: per mail nach Ossietzky 13/09



[Seitenanfang]

[Impressum] [Kontakt]
stattweb.de: Stattzeitung für Südbaden im Internet - Sonntag, 12.Februar.2012, 14:09Fake - Nicht klicken! Do not click here!Counter