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stattweb-News Ausgabe 08, 2008-04

DIE LINKE.SDS und linksjugend ['solid]:
40 Jahre 1968-Kongress: Die letzte Schlacht gewinnen wir
News-Beitrag auf stattweb.de vom 15.April 2008

1968 – das Thema ist allgegenwärtig in den Medien und auch in vielen linken und wissenschaftlichen Diskussionen. Alt-Linke, Veteranen und Intellektuelle nehmen sich des Themas an. Gern wird dabei die RAF zur logischen Konsequenz der Revolte erklärt. Alternativ bleibt die Nostalgie rot-grüner Politiker, die sich selbst als legitime Erben der Bewegung sehen. Mit dem Kongress „40 Jahre 1968 – Die letzte Schlacht gewinnen wir“, der vom 2. bis 4. Mai in Berlin stattfindet, wollen wir die Debatte von links besetzen und neue Perspektiven einbringen.

Als sozialistischer Studierendenverband DIE LINKE.SDS und als Jugendverband linksjugend ['solid] sehen wir, dass das zentrale Emanzipationsversprechen der 68er unerfüllt blieb. Der Kapitalismus ist nicht überwunden, im Gegenteil, in den letzten Jahrzehnten sogar gestärkt worden. Spannend sind für uns daher Diskussionen über die Deutung von 1968, die heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse sowie de Rolle und Perspektiven von Studierenden, Auszubildende und Schülern. Dabei greifen wir auf die Erfahrungen von 1968 – ob als erfolgreiche Strategie oder zu vermeidendes Scheitern – zurück.

In unterschiedlichen inhaltlichen Blöcken wie Bildung, Imperialismus, Kapitalismus, Gleichstellung und Befreiung, Demokratie und Bewegung organisieren wir verschiedene Veranstaltungen. In diesen werden konkrete Fragestellungen erörtert, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu einladen, gemeinsam über die Bedeutung von 1968 zu debattieren.

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vorläufige ReferentInnenliste:

Barbara Agnoli diskutiert zu Transformation der Demokratie: Johannes Agnoli

Elmar Altvater (em. Prof., FU Berlin) spricht zu „Die Wiederentdeckung von “Das Kapital“ damals und heute“

Marc Amann (Herausgeber "go.stop.act! Die Kunst des kreativen Straßenprotests") bietet ein Aktionstraining zu Zivilem Ungehorsam an und den Workshop "Aktionsformen 1968 und heute"

Günter Amendt (Sozialwissenschaftler und Publizist) wird einen Workshop zum Thema „Sexfront.Revisited" veranstalten

Bommi Baumann (ehem. SDS und Bewegung 2. Juni, Autor von „Radikales Amerika“) leitet die Diskussion zu „Die Radikalisierung der Bürgerrechtsbewegung: von Marthin Luther King bis zu den Black Panther“

Angelika Beer (MdEP, Bündnis/90 Die Grünen, ehemals Mitglied im Kommunistischen Bund) spricht auf dem Podium „Protest und Parlament. Von der APO bis ins Parlament und wieder zurück.“

Alice Buddeberg (Theaterregisseurin) diskutiert auf den Podien „Mit Theater die Welt verändern? Das Theater Bertolt Brechts in bewegten Zeiten?“ und „Hat Kunst einen politischen Auftrag?“

Thorsten Bultmann (Geschäftsführer BdWI) spricht zu „Funktion der Zweistufigkeit und Eliteorientierung“

Stefan Bollinger (Politikwissenschaftler aus Berlin, stellv. Vorsitzender Helle Panke) spricht auf dem Podium „Der Prager Frühling und das Jahr 1968 im Osten“

Alex Callinicos (Prof., Kings College London) spricht zu „Die Wiederentdeckung von “Das Kapital“ damals und heute“

Eberhard Dähne (ehem. SDS-Bundesvorsitzender) wird über "Die Bündnispolitik des SDS in den 1960er Jahren" diskutieren

Diether Dehm (MdB Die Linke, ehem. Schülervertreter SDS) spricht auf dem Podium „Bambule machen - Die SchülerInnenbewegung von 68 bis heute“

Alex Demirovic (Gastprofessur an der TU Berlin, Vorstand BdWi) spricht zu „Die Hochschule in der Demokratie heute“

Frank Deppe (em. Prof. Politikwissenschaft, Marburg) debattiert mit Gerd Koenen auf dem Podium „Gesiegt? Gescheitert? Was bleibt von 1968?“ und spricht auf dem Podium „SDS, Intellektuelle und Arbeiterbewegung“

Richard Detje (Autor, WISSENTransfer) leitet mit Jana Schultheiß und Birgit Mahnkopf den Diskussion „Die Veränderung des Kapitalismus von 1968 bis heute“

Jutta Ditfurth (Publizistin, pol. Aktivistin und Mitglied im Frankfurter Stadtparlament für Öko-LinX-Antirassistische Liste) spricht zu "Ulrike Meinhof, die APO und die Frauenbewegung"

Klaus Dörre (Prof., Uni Jena) spricht zu "Studenten, Arbeiterklasse, Marginalisierte – zur Klassenanalyse und -politik damals und heute."

Franziska Drohsel (Bundesvorsitzende der Jusos) spricht zu „Die Organisationsfrage damals und heute“

Angelika Ebbinghaus (Historikerin und Autorin) diskutiert mit Leo Panitsch und Alain Krivine auf dem Samstagabend-Podium „1968 International“

Andreas Fisahn (Rechtsprofessor, Universität Bielefeld) diskutiert auf dem Abschlusspodium "Notstand der Demokratie - Kampf gegen Sozial- und Demokratieabbau heute"

Wolfgang Gehrcke (MdB DIE LINKE, 1968 Vorsitzender der SDAJ (Sozialistische deutsche Arbeiterjugend)) teamt den Workshop "Che Guevara und die kubanische Revolution: Was steckt hinter dem Mythos?"

Corinna Genschel (Professorin für Frauenforschung, Universität Potsdam) diskutiert auf dem Podium "Bilanz und Perspektiven der Frauenbewegung"

Diego Giachetti lebt und arbeitet in Turin. Er hat Bücher über die Arbeiterkämpfe bei Fiat, über 1968, über Jugend und Musik und über die Frauenbewegung geschrieben. Sein jüngstes, gerade erschienenes Buch trägt den Titel: Un '68 e tre conflitti. Generazione, genere, classe (BFS, 2008). (Ein '68 und drei Konflikte: Generation, Geschlecht, Klasse. Diego Giachetti spricht zu "Als Studierende und Arbeiter gemeinsam kämpften: die verschollene Geschichte von Arbeiter-Militanz im 'heißen Herbstes' 1969"

Karl-Heinz Gräfe (Rosa-Luxemburg-Stiftung) spricht zu den politischen Ereignissen in der Tschechoslowakei der 60er Jahren auf dem Podium „Der Prager Frühling und das Jahr 1968 im Osten“

Florian Havemann (Schriftsteller, Musiker und Komponist) spricht zu "1968 als kulturrevolutionärer Bruch einer ostdeutschen Generation"

Richard Heigl (Historiker, Regensburg) leitet den Workshop „Arbeiterbewegung, sozialer Rechtsstaat und politischer Streik: Zur Aktualität von Wolfgang Abendroth“

Michael Heinrich (Gastprofessor an der FHTW Berlin) Teamt den Crashkurs "Grundbegriffe von „Das Kapital“"

Detlef Hensche (ehem. Vorsitzender der IG Medien) debattiert bei der Podiumsdiskussion „SDS, Intellektuelle und Arbeiterbewegung“

Florence Hervé (Autorin u.a. von Biografien zu Clara Zetkin und Simone de Beauvoir und Dozentin, seit 1968 in der Frauenbewegung engagiert) spricht über Clara Zetkin und Simone de Beauvoir

Nele Hirsch (MdB, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE) spricht zu "Hochschulzugang, Studiengebühren und soziale Frage"

Andrej Holm (Soziologe, HU Berlin) spricht zum Thema "Entwicklung kritischer Wissenschaften von 1968 bis heute"

Stanislav Holubec (Soziologe aus Prag, lehrt an der Karlsuni) diskutiert auf dem Podium zum Thema „Der Prager Frühling und das Jahr 1968 im Osten“

Christina Kaindl (Redaktion der Zeitschrift Das Argument, BdWi) spricht zu den Veränderungen des Kapitalismus bis heute"

Sabine Kebir (Publizistin, Literaturwissenschaftlerin, Politologin und freie Autorin) spricht zu "Zivilgesellschaft und Hegemonie: Die Wiederentdeckung Antonio Gramscis".

Andreas Keller (Geschäftsführender Vorstand GEW, zuständig für Hochschule und Forschung) spricht zu „Studium als Beruf - die Prekarisierung der Wissenschaft“

Katja Kipping (stellv. Vorsitzende von DIE LINKE) diskutiert auf dem Podium "Schafft zwei, drei viele Vietnams? Möglichkeiten und Grenzen nationaler Befreiungsbewegungen"

Gerd Koenen (Historiker, Autor des Buches ’Das rote Jahrzehnt’ und langjähriges ehemaliges Mitglied im Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW)) debattiert mit Frank Deppe auf dem Podium „Gesiegt? Gescheitert? Was bleibt von 1968?“

Alain Krivine (einer der bekanntesten 68er in Frankreich und ehemaliger Europaparlamentsabgeordneter der LCR) debattiert auf dem Podium über "1968 aus internationaler Perspektive" und leitet den Workshop zum Thema "Mai 1968 - Frankreich am Rande der Revolution?"

Moshé Machover (Prof. der Philosophie, London. Israelischer Friedensaktivist, Autor) diskutiert zusammen mit Thomas Seibert und Khalili Toama bei „Der Nahostkonflikt und die 68er.“

Birgit Mahnkopf (Politikwissenschaftlerin, Mitglied wiss. Beirat von attac) leitet zusammen mit Richard Detje und Jana Schultheiß die Diskussion „Die Veränderung des Kapitalismus von 1968 bis heute“

Morus Markard (Prof., FU Berlin, Vorstand BdWi) diskutiert mi Andrej Holm zu „Entwicklung kritischer Wissenschaften von 1968 bis heute“

Klaus Meschkat (em. Prof. für Soziologie und ehemals SDS-Mitglied) diskutiert mit Hans-Christian Ströbele auf dem Podium „Vom SDS zur RAF? Musste die APO im Terrorismus enden?“

Ulrich Maurer (MdB Die Linke) diskutier mit Angelika Beer, Sybille Stamm und Luigi Wolf auf dem Podium „Protest und Parlament. Von der APO bis ins Parlament und wieder zurück“

Wolf-Dieter Narr (em. Prof., FU Berlin) spricht im Workshop zu "Johannes Agnoli: Transformation der Demokratie"

Jonathan Neale (Autor von "Der amerikanische Krieg - Vietnam 1960-1975") spricht zu "Die internationale Bewegung gegen den Vietnamkrieg"

Arndt Neumann (Aktivist bei Euromayday Hamburg) spricht zu "Rock around the Clock, Viva Maria, Züri brännt. Subkultur und Revolte 1956-1981"

Wolfgang Nitsch (Prof., Uni Oldenburg, Autor der Denkschrift „Hochschule in der Demokratie" des historischen SDS, Vorstand BdWi) spricht über„Die Hochschule in der Demokratie heute“

Bernd Nitzschke (Psychoanalytiker und Autor des Buches "Der 'Fall' Wilhelm Reich) spricht zum Verhältnis von Psychoanalyse und Politik" leitet den Workshop "Klassiker der 68er-Bewegung neu gelesen: 'die sexuelle Revolution' von Wilhelm Reich"

Gisela Notz (Soziologin und Historikerin, Berlin, Autorin von „Warum flog die Tomate“ eröffnet den Kongress und teamt den Workshop „Warum und wieweit flog die Tomate?“

Betty Pabst (Fotografin) spricht auf dem Podium „Hat Kunst einen politischen Auftrag?“

Wittich Rossmann (1. Bevollmächtigter der IG Metall Köln) spricht auf dem Podium „SDS, Intellektuelle und Arbeiterbewegung“

Bernd Rump (Liedermacher, Stückeschreiber, Politiker) debattiert auf dem Podium "1968 als kulturrevolutionärer Bruch einer ostdeutschen Generation"

David Salomon (Politikwissenschaftler, Universität Marburg) veranstaltet einen Workshop zu „Brecht-Neuentdeckung 1968 oder Berthold Brecht – mit Theater die Welt verändern?“

Jörg Schindler (Jurist und Vorstandsmitglied des Fördererkreises demokratischer Volks- und Hochschulbildung) spricht zu "Zivilgesellschaft und Hegemonie: Die Wiederentdeckung Antonio Gramscis".

Stefan Schmalz (Politikwissenschaftler, Universität Kassel) referiert zu „1968 in Lateinamerika“

Horst Schmitthenner (ehem. geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall) veranstaltet einen Workshop zu „Von der kritischen Praxisorientierung zur "employability"“ und debatiert bei „SDS, Intellektuelle und Arbeiterbewegung“

Ursula Schröter (Autorin) spricht auf dem Podium "Bilanz und Perspektiven der Frauenbewegung"

Thomas Seibert (Redaktion Fantomas) spricht zu „Die Organisationsfrage damals und heute“und zum Thema „Der Nahostkonflikt und die 68er“

Sybille Stamm (ehem. Landesbezirksleiterin ver.di Baden-Württemberg) wird auf den Podien „Protest und Parlament. Von der APO bis ins Parlament und wieder zurück“ mit Ulrich Maurer und Angelika Beer, sowie „SDS, Intellektuelle und Arbeiterbewegung“ diskutieren.

Anne Steckner (Politologin und Bildungsreferentin des DGB) stellt mit Michael Heinrich die "Kapitallesebewegung" vor.

Hans-Christian Ströbele (MdB, stellv. Fraktionsvorsitzender der Grünen und Ex-RAF-Anwalt) diskutiert mit Klaus Meschkat auf dem Podium zum Thema „Vom SDS zur RAF? Musste die APO im Terrorismus enden?“

Peter Strotmann (ehemals SDS Berlin; heute: Attac, Redaktion "Sand im Getriebe") diskutiert mit Katja Kipping auf dem Podium "Schafft zwei, drei, viele Vietnams? Möglichkeiten und Grenzen nationaler Befreiungsbewegungen"

Tobias ten Brink (Uni Frankfurt, Hg. des neuesten Bandes der "Nachgelassenen Schriften" Adornos, Autor von „Staatenkonflikte. Zur Analyse von Geopolitik und Imperialismus“) spricht zu "Systemkonkurrenz und Neokolonialismus: Globale Konflikte vor 1968" und leitet den Workshop "Einführung in die Kritische Theorie"

Khalil Toama (Vorsitzender der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, seit Jahren um einen demokratischen Dialog zwischen Palästinensern, Israelis und Deutschen bemüht) spricht zu „Der Nahostkonflikt und die 68er“

Hans-Jürgen Urban (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall) diskutiert auf dem Podium "Notstand der Demokratie – der Kampf gegen Sozial- und Demokratieabbau"

Chela Vargas (Professorin der "Universidad Central de Venezuela" und führende Aktivistin der Studentenbewegung 1968) spricht auf dem Podium "68 International" und leitet einen Workshop zu "1968 in Lateinamerika"

Hilde Wackerhagen (politische Kabarettistin, war aktiv im Weiberrat Frankfurt und leitete den 1. Bundesfrauenkongress 1972) spricht zu "Bilanz und Perspektiven der Frauenbewegung"

Conny Weißbach (Autorin) leitet den Workshop „Arbeiterbewegung, sozialer Rechtsstaat und politischer Streik: Zur Aktualität von Wolfgang Abendroth“

Manfred Wekwerth (Brecht-Mitarbeiter und ehem. Chef-Indentant "Berliner Ensemble") spricht auf dem Workshop „Mit Theater die Welt verändern? Das Theater Bertolt Brecht in bewegten Zeiten“

Janine Wissler (MdL Hessen Die Linke) leitet zusammen mit Sybille Stamm die Diskussion zu „Willy wählen“: Studierendenbewegung und ihre Haltung zur SPD nach 1968“

Frieder Otto Wolf (Prof., FU Berlin) leitet einen Workshop zum Thema „Der lange Marsch durch die Institutionen. Was war sein Ziel? Warum ist er gescheitert?“

Bodo Zeuner (Prof. em, FU Berlin) diskutiert auf dem Podium „SDS, Intellektuelle und Arbeiterbewegung“ mit Detlef Hensche, Wittich Rossmann, Horst Schmitthenner, Sybille Stamm und Frank Deppe

Sabine Zimpel (Ko-Kreis von Attac) spricht zu „Die Organisationsfrage damals und heute“

[Der Kongress findet vom 2.-4.Mai 2008 an der HU Berlin statt. Es werden mehr als 1000 Besucher erwartet. Jetzt anmelden: www.1968kongress.de. red.FRI]

Quelle: www.1968kongress.de


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www.1968kongress.de

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Tötet den Bullen in eurem Kopf!. Zur US-amerikanischen Linken, White Supremacy und Black Autonomy.

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