stattweb-News Ausgabe 09, 2009-11![]()
Schwander G.:
Anne Will: Schavan theologisch entrückt? Oder in Berlin nachträglich milieugeschädigt?
News-Beitrag auf stattweb.de vom 29.November 2009
Man muss es leidvoll zugeben: in Baden-Württemberg war Schavan als langjährige Kultusministerin noch nicht auffällig.![]()
Im Vergleich zu dem, was nach ihr kam, sogar halbwegs diskussionsgeneigt. Und nicht besonders schnell, bei den ersten Meinungsverschiedenheiten amtlich heftig zu werden. Kurz vor ihrem Abgang wurde zwar noch ein Disziplinarverfahren durchgezogen mit all den umflorten Behauptungen, die fünfzehn Jahre vorher umgingen. Es ist durchaus möglich, dass ein Delirant aus untergeordneten Rängen ihr das unterschob. Jedenfalls hat Schavan sich nach dem Abgang aus ihrem Landesamt zum Fall nicht weiter geäußert.![]()
Bei Anne Will -nur ungefähr fünf Jahre später- trat sie allerdings schwer beschädigt ins Licht.![]()
Nachdem sie bekannte, dass sie in wenig Jahren Theologie-Studium plus Dissertation hinter sich gebracht hat, liegt die Annahme nahe, sie hätte sich mit Hilfe der damals erlernten Praktiken in den Zustand der Entrückung versetzt.![]()
Es perlte alles von ihr ab, was sie an Einwänden traf. Dafür gab sie eigene Wahrsprüche aus.![]()
Ihr bestes Beispiel der Gottesnähe gleich zu Beginn: Studentenstreiks warum?- Ach, die gab es doch alle paar Jahre mal wieder. Wie der Herr es von oben sieht. Streiks sind wie Wetter. Flagellanten im Mittelalter- Studis 1813- Studis 1968- Studis 2009: es kommt und geht.![]()
Dann entäußerte sich die Entrückte völlig vom Niederschlag leiblicher Erfahrung. Studiengebühren? Machen die Studis selbstbewusster. Studiensparen mit staatlicher Förderung?![]()
Funktioniert tadellos, wenn die Eltern sich nur rechtzeitig ins Zeug legen. Zwang zum Hoppel-Poppel-Studium? Gibt es gar nicht. Jeder kann studieren, so lange er will. Verdrängt dabei das Erbe irdischer Not: dass das Prüfungssystem die Leute gnadenlos antreibt. Zur Überraschung aller ist Schavan übrigens gegen das dauernde Abprüfen. Das haben ihr wieder Übereifrige untergeschoben. Und als Bundesministerin kann sie im Föderalismus ja gar nichts dagegen machen. Schließlich Heiligenschein über etwas, das bei Schavan den Namen "Autonomie der Hochschulen" trägt. Es besteht darin, dass jede Uni allein sich für den gnadenlosen Wettbewerb zwischen den Anstalten wappnen darf. Und wer am höchsten hupft, wird Exzellenz.![]()
Rückblicke der Erwählten auf ihren Werdegang: Mit fünfundzwanzig hatte sie die Gottesgelehrsamkeit hinter sich. Und einen Doktorhut auf dem Hinterkopf.![]()
Kleiner unverschämter Vergleich mit dem Los eines Niedrigen: Auch ich- Jahrgang 35- hatte mit 25 das zweite Staatsexamen hinter mir. Und das als trauriges Normalei. Nie einen Preis, nie ein Lob bekommen. Von Hochbegabt keine Rede.![]()
Vielleicht lag es doch daran, dass man in den fünfziger Jahren mit gewisser Findigkeit noch in Seminare kam, in denen der Prof einen kannte- und wir ihn.![]()
Natürlich gibt es noch eine andere Erklärung für den Verfall der Verehrten: das Milieu in Berlin in der Runde um Merkel schadet. Greift selbst Personen höheren Alters noch heftig an. Das ewige Kopfnicken- schleichende Gehirnerschütterung! Der Wiederholungs-Sums: anpassender Echolall im Hirn!![]()
Das Zwangsjubeln: Arterienverstopfung weiter oben.![]()
Wie dem auch sei: ob Milieuschäden schuld sind oder Erleuchtungszustände: Schavans Meinungen, Weisungen und Ratschläge tragen zum Bestehen des gewöhnlichen Lebens nichts bei.Sie verbreiten im Normalfall lackschwarzes Dunkel. Bei Anfälligen Brechreiz.![]()
Es hieß vor den letzten Wahlen, Schavan hätte einen Lehrstuhl an einer theologischen Fakultät ins Auge gefasst. Warum nur ist sie davon abgekommen? Sie hätte dort garantiert am wenigsten geschadet!![]()
Quelle: Anne Will ARD Direktübertragung 29.11.09
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