Stattzeitung für Südbaden Ausgabe 67, 2007-01![]()
Diverse:
regio kurz
Regionale Kurzmeldungen
Baden-Württemberg lässt insgeheim Genmais anbauen![]()
Wie der BUND Baden-Württemberg mitteilt, hat das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium von 1999 bis 2002 geheime Sortenversuche mit genverändertem Mais durchführen lassen. Auf den Flächen der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Grünlandwirtschaft und Viehhaltung Aulendorf wurde eine Maissorte angebaut, die ein Insektizid produziert und die hierdurch resistent gegen den Schädling „Maiszünsler“ ist. Von diesen Versuchen hat das Ministerium weder die Öffentlichkeit noch die zuständigen Behörden informiert. In einem offenen Brief an den Landwirtschaftsminister hat die baden-württembergische Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Dr. Brigitte Dahlbender den Anbau als „Affront gegenüber der Bevölkerung“ verurteilt. Die Landesregierung hat, so teilte der BUND in einer Pressemeldung mit, durch diese Geheimhaltung zwar nicht gegen Gesetze verstoßen, aber eine Gesetzeslücke ausgenützt. Der Umweltverband sehe sich durch diese Vorfälle "in seiner Forderung bestätigt, bei der geplanten Novellierung des Gentechnikgesetzes das öffentliche flurstücksgenaue Standortregister für alle Freisetzungen und Anbauvorhaben genveränderter Pflanzen ohne Abstriche beizubehalten."![]()
Jan Peter Althoff![]()
Rechte verteilen rassistische Flugblätter vor Offenburger Schule![]()
Im Oktober und erneut mehrfach im Dezember (hier auch in anderen Städten) verteilten Nationalisten vor der Offenburger Georg-Monsch-Schule rassistische Flugblätter, die (zumindest im Oktober) den Titel "Notfall Schule" trugen und von einer "Freien Bürgerstimme Baden" unterzeichnet waren. In den Flugblättern wurde gegen Islam-Unterricht gewettert, die Georg-Monsch-Schule ist eine von landesweit zwölf Schulen, die an einem Pilotprojekt "Islamunterricht" teilnehmen. Angaben des “Offenburger Tageblattes” zufolge handelt es sich bei dem Autor des "Hetzflugblattes" um einen Karlsruher, der als Autor und Referent in rechten Zusammenhängen einschlägig bekannt ist. ![]()
Den Sweatshops etwas entgegensetzen: fair gehandelte Streetwear beim neuen Freiburger Online-Shop FairWear![]()
Dass die Arbeitsbedingungen in Sweatshops an moderne Sklaverei grenzen,ist nicht unbedingt neu. Schwieriger wird es da schon, wenn mensch sichüber Alternativen zum 5-Euro-Shirt informieren will. Da ist dann häufigWeltladen-Ethno-Kleidung, die eben nicht jedermanns/-fraus Geschmackist, die einzige Quelle.![]()
Allerdings wächst auch die faire Kleidungsbranche, die eher junge odertrendbewusste Menschen ansprechen will. In Deutschland ist davon nurleider wenig zu merken: England, Frankreich und die USA sind Vorreiterin Sachen faire Streetwear. Während sich Dov Charney, Gründer deserfolgreichsten Sweatshop-freien Unternehmens American Apparel, aberbereits heftiger Kritik von Gewerkschaften und sexuell belästigtenFrauen ausgesetzt sieht, versuchen andere Unternehmen, glaubwürdigereAlternativen zu produzieren. Bei www.fairwear.de, einem Onlineshop ausFreiburg, gibt es nun Kleidung und Schuhe von NoSweat, THTC, Worn Againund anderen Labels.![]()
FairWear
[Seitenanfang]

