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Artikel


Stattzeitung für Südbaden Ausgabe 71, 2008-03

Diverse:
regio kurz

Redaktionstagebuch

Der Blütenschnee besteht dieses Jahr aus Naturkristall. Der Osterhase, eisgrau und alt, hoppelt über die Hagelkörner. Die REDAKTION STATTZEITUNG aber lässt sich nicht irre machen und weiß, dass demnächst trotz allem ausgesät wird. Deshalb unser Schwerpunkt zur Gentechnik, mit besonderen Grüßen an die universell auftretende Seuche Monsanto, von Onkel Doktor Seehofer aufs rührendste betreut.

Dazu passend ein Rückblick eigener Art auf nicht ganz durchsichtige Ahnen der heutigen GRÜNEN: Siedlung EDEN im Brandenburgischen, stark völkisch durchwachsen.

Nicht zu vergessen all die Berichte über gewerkschaftliche und gesellschaftliche Bewegungen im Land. Es tut sich trotz allem was! Wir konnten nicht über alles berichten, es ist einfach zuviel los!

Am Ende des Heftes findet sich ein Hinweis auf den KULTUR-Kongress der DKP im Mai in Nürnberg. Redakteure der STATTZEITUNG werden sich an der Diskussion dort beteiligen. (STATTWEB hat sich inzwischen übrigens eine Sonderseite KULTUR angeschafft, zur gefälligen Beachtung sehr empfohlen)

Wir haben festgestellt, dass die Druckmaschine ein Jahr alt geworden ist. Mit Schrecken erinnern wir uns an das Erstellen der damaligen Ausgabe. Versteckt hinter Maschinen, Akten- und Papierbergen trotzten wir den Widrigkeiten. Die Bedingungen bei dieser Ausgabe sind dagegen paradisisch. Redaktion

“Niemand darf von der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden!”

Der FreiburgPass wird ausgegeben für

neu seit dem 1. Februar 2008: Der FreiburgPass soll durch kostenlose oder deutlich ermäßigte Angebote die Teilhabe aller Mitbürgerinnen und Mitbürger an Kultur, Bildung, Sport und Freizeitveranstaltungen ermöglichen. Anrecht auf den FreiburgPass haben alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Freiburg, die Arbeitslosengeld 2, Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter oder Leistungen nach dem Asylberwerberleistungsgeset beziehen bzw. zum Bezug berechtigt sind.

Der FreiburgPass wird ausgegeben für ein Kalenderjahr und ist für die Berechtigten kostenlos erhältlich bei:

- ARGE Freiburg, Lehener Str. 77, 79106 Freiburg, an der Kundentheke, EG C-Flügel, Tel. 0761-2710721

- Sozial- und Jugendamt, Kaiser-Joseph-Str. 143, 79098 Freiburg, im Erdgeschoss (Zi. 113-115), Tel. 0761-201-3962/-3518

Nähere Infos im Internet über www.freiburg.de/freiburgpass oder per Mail bei. runder-tisch-freiburg[ät]web.de

Eine Initiative des RUNDEN TISCHES zu den Auswirkungen der Hartz-Gesetze in Freiburg.

Buchvorstellung in Kehl

2008 jährt sich die Reichspogromnacht vom 9./10. November 1938 zum

70. Mal. Im Frühjahr wird eine Publikation in Kooperation mit der Bürgerstiftung Kehl in einer deutschen und einer französischen Ausgabe erscheinen. Das hochbetagte badisch-elsässische Ehepaar Denise und Jules Kaufmann erzählt darin die Geschichte seines Überlebenskampfes. Aus ihren Erlebnissen wird deutlich, wie sich zwischen 1940 und 1944 das Schicksal vieler Juden aus Baden, der Pfalz, aus dem Elsass und aus Lothringen in Frankreich entschieden hat: Rettung durch „Glück, ganz besonderes Glück“, aber auch Zerstreuung, Deportation und Tod. Karl Britz hat die Erzählungen redaktionell bearbeitet. Außerdem berichtet er über die historischen Hintergründe und über eine aktuelle Spurensuche. Alfred Matt aus Kirrwiller besorgte die Übersetzung ins Französische. Da alle Autoren und Mitarbeiter auf ein Honorar verzichten, kommt der Reinerlös der Bürgerstiftung zugute. Bis zum 27. März 2008 kann das Buch (104 teils farbige Seiten) zum Subskriptionspreis von 10 Euro bestellt werden bei Firma Nußbaum (Frau Schwarz), Korker Str. 24, 77694 Kehl Fax.: 07853-899-25 / E-Mail: Martina.Schwarz[ät]nussbaum-lifts.de Bitte genaue Adresse angeben und vermerken, ob die deutsche oder die französische Ausgabe gewünscht wird! Den entsprechenden Bestellbetrag zuzüglich eines Versandkostenanteils von 1 Euro überweisen Sie bitte an Bürgerstiftung Kehl mit dem Vermerk „Buchbestellung: Glück“, Konto 104604, BLZ 66451862 Sparkasse Hanauerland Kehl, Nach Eingang Ihrer Zahlung wird Anfang Juni der Versand des Buches erfolgen. Redaktion

Der Freiburger Mietspiegel - Ein Zerrspiegel

In der letzten Ausgabe der SZ (Ausgabe 70) berichteten wir über den neuen Mietspiegel der Freiburger Stadtverwaltung, welcher trotz massiver Proteste der MieterInnen zu drastischen Mieterhöhungen geführt hat. Der Mietspiegel soll nach §558c und §558d BGB eine Übersicht über die Mieten für nicht preisgebundenen Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung und Lage (=ortsübliche Vergleichsmiete) geben. Was einmal als Schutz vor Mietwucher gedacht war, ist inzwischen selbst zum Mietpreistreiber mutiert! Dieser wurde 2006 von einem EMA-Institut für empirische Marktanalysen erstellt, was sich ungeheuer wissenschaftlich anhört. Nur, Institut kann jeder seinen Raum mit einer Glaskugel nennen und ein entsprechendes Gewerbe anmelden. Laut diesem Mietspiegel soll sogar eine zwei Zimmer Wohnung mit 43 Quadratmeter, dessen zweites Zimmer nur knapp über den geforderten 10 Quadratmeter liegt, dafür aber nicht beheizbar ist, als potentiell wohngemeinschaftsfähig zusätzlichen Mietzins einbringen. Es ist auch bezeichnend, dass die Freiburger Stadtbau zuerst zugeschlagen hat, ein Wohnungsgesellschaft welche die Sozialwohnungen der Stadt Freiburg unterhält, und zwar auf 6,91 Euro pro Quadratmeter. In Weingarten-West wurden die MieterInnen zusätzlich mit einem Modernisierungsaufschlag konfrontiert, was die Badische Zeitung vom 15. März im Freiburger Lokalteil mit der Schlagzeile kommentierte: „Ein Grundrecht, das teuer wird“ und das Statistische Landesamt zitiert, nach dem in Freiburg die Mieten und Nebenkosten 50% über dem Landesdurchschnitt lägen. Im Amtsblatt der Stadt Freiburg vom gleichen Wochenende stellt die Fraktion Unabhängige Listen, linke Liste – Solidarische Stadt / Kulturliste / Unabhängige Frauen unter der Überschrift „Soziale“ Stadt? fest: „Diese Mieten sind nicht mehr bezahlbar“! Die schwarz-grüne Mehrheit im Freiburger Gemeinderat glaubt sich im Moment durch Repression, Innenstadtverbote, mit MieterInnen und Jugendlichen und sogar mit Fahrradfahrern anlegen zu müssen. Zur Oberbürgermeisterwahl ist es aber nicht mehr allzu lange: Die Linke stärken, OB Salomon abwatschen! Vor allem aber Basisaktivitäten fördern, zum Beispiel die der Initiative Wohnen ist Menschenrecht (WIM). Quarti, Adi


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stattweb.de: Stattzeitung für Südbaden im Internet - Freitag, 3.September.2010, 04:07Fake - Nicht klicken! Do not click here!Counter