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Mannheim: Türkische Nationalisten- gewaltlos für Krieg und gegen Kurden

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maksut - 10.11.2007, 20:27 Uhr:
Mannheim: Türkische Nationalisten- gewaltlos für Krieg und gegen Kurden
Interessante Artikel über die PKK und die Türken, hier im stattweb, vor allem, wenn man auf die Wortwahl achtet. Da wird von Türken pauschal als Nationalisten, als Faschisten, als Rassisten, als Nazis gesprochen, wohingegen die PKKler als eine Ansammlung friedliebender, wandernder Naturfreunde dargestellt werden, die immer nur in der Opferrolle auftauchen, da sie ja der Türkei andauernd Verhandlungen anbieten, die Türkei aber aus unverständlichen oder bösartigen Gründen ablehnt und als Dank für diese PKK-Verhandlungsbereitschaft sie am laufenden Band völkermordend sogar bis in fremde Länder hinein verfolgt. Völlig unverständlich, nicht?
Soll ich euch sagen, was ICH nicht verstehe? Warum nach dem fehlgeschlagenen Aufstand der Kurden in Irak nach dem ersten Irakkrieg (noch unter Busch Senior) diese zu hunderttausenden ausgerechnet in die ach so böse Türkei flohen, dort vom türkischen Militär gerne Zelte, Decken, Verpflegung und Medikamente annahmen, wo doch allgemein bekannt ist, dass ihnen die Türken doch nur Böses wollen. Und wie kann es sein, dass Cetin Hikmet (Parlamentspräsident) und Turgut Özal (Ministerpräsident) es zu hohen Positionen in der ach so rassistischen Türkei bringen konnten, wie kann es sein, dass so viele kurdische Sänger so hohes Ansehen in der Türkei geniessen, wie kann es sein, dass es so viele Ehen zwischen Türken und Kurden gibt, wenn doch der Rassismus so virulent sei in der Türkei?! Völlig unverständlich?
Nein, denn was hier in Deutschland, aber auch allgemein in Europa gegenüber der Türkei und den Türken abgeht, hat Methode. Man muss nur auf die Wortwahl achten.
Ein Beispiel hierfür ist dieses Youtube-Video, dass als Lehrvideo und staatlich gesponsort platteste Geschichtsfälschung dahingegend betreibt, dass behauptet wird, Zitat: „…er (Mustafa Kemal) bat die Kurdenführer um Unterstützung,... und versprach ihnen dafür die Unabhängigkeit, was im Friedensvertrag von Sevre 1920 festgehalten wurde.“
http://www.youtube.com/watch?v=_CCqtYtH7AE
Das ist ungefähr so absurd, als ob gesagt würde, „Hitler hätte den Juden die Unabhängigkeit versprochen, was im Friedensvertrag von Versailles 1919 festgehalten wurde“
Ich will damit Atatürk nicht mit Hitler und die Kurden mit Juden gleichsetzen, sondern lediglich auf die Abwegigkeit dieser Behauptung hinweisen, denn jedem Kind in der Türkei ist klar, dass es gerade Atatürk war, der mit aller Entschlossenheit und siegreich eben diesen Vertrag im türkischen Befreiungskrieg bekämpfte
Was hingegen stimmt, ist die Tatsache, dass der Sevresvertrag einen nicht überlebensfähigen türkischen Rumpfstaat um Ankara herum vorsah. Dieses Sevressyndrom, dieses Gefühl, von anderen Völkern überfallen und zerstückelt zu werden, hat sich tief in die türkische Psyche eingegraben. Noch heute wird jedes Jahr der Jahrestag der Gründung der Türkei gefeiert, wie zum Trotz, um der Welt zu zeigen, uns gibt es immer noch, ihr habt es nicht geschafft, uns zu zerstören.
Man muss sich vorstellen, was es für die Türkei bedeutete, im Osten von Russland angegriffen zu werden, im Westen von Italien, Griechenland, England, Frankreich, usw.
Es grenzt tatsächlich an ein Wunder, dass dank der Opferbereitschaft seiner Bevölkerung es dieser gewaltigen Übermacht ausländischer Heere nicht gelang, die Türkei zu vernichten und dass selbst direkt nach dem ersten Weltkrieg noch die Kraft im türkischen Volk vorhanden war, sich im türkischen Befreiungskrieg gegen diesen Vertrag, der nichts weniger als das Todesurteil für die Türkei bedeutete, zu widersetzen.
Vielleicht hilft das zu erahnen, warum Mustafa Kemal noch heute regelrecht verehrt wird in der Türkei, trotz dessen er menschliche Schwächen hatte und sicher nicht in allen Belangen als Vorbild dienen kann. Er starb als Alkoholiker an einer Leberzirrhose und als ein vorbildlicher Familienvater kann er als kinderloser Mann auch nicht gelten. Dennoch gebührt ihm der Dank eines Volkes, welches er in schwerster Stunde geleitet hat und dem er sein Land wieder gab.
Wer jedoch denkt, diese ungeheure Aufgabe hätte Atatürk verhärmt, wer in ihm gar einen Diktator sehen möchte, der verkennt sein wahres Wesen, welches wohl am besten in einer Inschrift im Anzac-Monument in Australiens Hauptstadt Canberrra zum Ausdruck kommt. Dort steht geschrieben:
„Those heroes that shed their blood and lost their lives... You are now lying in the soil of a friendly country. Therefore rest in peace. There is no difference between the Johnnies and the Mehmets to us where they lie side by side now here in this country of ours... you, the mothers, who sent their sons from faraway countries wipe away your tears your sons are now lying in our bosom and are in peace. After having lost their lives on this land. They have become our sons as well.”
http://en.wikipedia.org/wiki/Kemal_Atat%C3%B...
Kann man sich so einen Ausspruch von einem Hitler vorstellen? Wohl kaum.
Zu oft höre ich Anschuldigungen in Richtung der Türken, sie seien nationalistisch, menschenverachtend, etc.
Ihre "menschenverachtende" Wortwahl mag mit ihrer wenig elaborierten Sprache in Verbindung stehen, ihr Nationalismus ist zudem nicht zu vergleichen mit dem Nationalismus deutscher Ausprägung.
Für einen türkischen Nationalisten spielt z.B. das Ius Sanguis keine Rolle, im Gegensatz zu einem deutschen Nationalisten. Türke ist, wer sich Türke nennt.
Atatürk sagte: "Ne mutlu Türküm diyene", "froh sei derjenige, der sagt, er sei Türke". Man achte auf die Wortwahl, Atatürk sagte nicht, derjenige, der Türke IST, sondern derjenige, der dies SAGT!
Es ist wie mit dem islamischen Glaubensbekenntnis, ein Spruch genügt, und man ist Moslem, Zitat: "A single honest recitation of the Shahadah in Arabic is all that is required for a person to become a Muslim", http://en.wikipedia.org/wiki/Shahadah
Das Türkentum schliesst also keine Rasse, keine Etnie, kein Volk, niemanden aus, im Gegensatz zum hierzulande üblichen Verständnis von Nationalismus.
Daher sollte man selbst bei fahnenschwenkenden Türken mit dem "Vorwurf" des Nationalismus vorsichtig sein, schliesslich wäre es auch unsinnig, wollte man behaupten, die Juden wären während der Nazizeit in ein nationalistisches Land geflohen. Edzard Reuter, Dieter Zetsche, uva. wurden als Flüchtlingskinder in der Türkei geboren oder verbrachten ihre Kindheit dort. Eebenso ist es wohl kein Zufall, dass die Juden im Mittelalter vor christlicher Verfolgung (spanische Inquisition) zu tausenden im Osmanischen Reich Zuflucht fanden.
All das und noch vieles andere mehr sollte man im Hinterkopf haben bei Gesprächen mit türkischen Jugendlichen, als da wäre der Vertrag von Sevres, der die Auslöschung der Türkei zum Inhalt hatte und den erfolgreichen Widerstand Atatürks dagegen, der schliesslich den Vertrag von Lausanne zur Folge hatte, ebenso die erfolgreiche Schlacht bei Canakkale (Gallipoli), die im Rücktritt Churchills mündete.
All dies beeinflusst immer noch sowohl das Denken bis in die Spitzen des Türkischen Staates als auch das Ansehen des Türkischen Militärs bis hin zum letzten anatolischen Hirtenjungen.

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fg - 11.11.2007, 17:01 Uhr:
Genaues Lesen- Höchste Kunst.
Ich kann hier nur auf das eingehen, was in unserem Beitrag wirklich steht. Der erste Teil ist von indymedia übernommen. In diesem ist keineswegs davon die Rede, dass Türken Faschisten sind, nur davon, dass sich auch GRAUE WÖLFE beteiligt hätten. Diese werden -nicht nur vom Verfassungsschutz- allgemein als faschistisch angesehen.
In der redaktionellen Anmerkung wurde nur auf den Widerspruch aufmerksam gemacht zwischen der Bezeichnung "Friedliche Demonstration" und den vorgebrachten Parolen in dieser Demonstration. Auch wer während der Demonstration nicht-aggressiv vorgeht, kann zu Aggression aufrufen. Das tun allerdings solche, die zur Bekämpfung einer missliebigen Gruppe die eigene Armee ermuntern, die Grenzen eines anderen Staates zu überschreiten. Wir haben in dieser Zeitung die Bundesrepublik kritisiert, die USA schon unter Clinton, weil sie fremdes Territorium angriffen, ohne sich selbst im Verteidigungszustand zu befinden. Das erlauben wir uns auch gegenüber den -möglichen- Absichten der türkischen Armee, bezw. gegenüber solchen, die die die türkische Armee entsprechend auffordern.
Gegen Türken " an sich" oder gegen die "Türkei als Staat" wollten wir uns in keiner Weise abschätzig äußern. Auch ist nirgends ein Satz gefallen über eine allgemeine Feindschaft von Türken gegenüber Kurden.

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maksut - 11.11.2007, 19:38 Uhr:
AW Genaues Lesen- Höchste Kunst.
fg schrieb: Ich kann hier nur auf das eingehen, was in unserem Beitrag wirklich steht. Der erste Teil ist von indymedia übernommen. In diesem ist keineswegs davon die Rede, dass Türken Faschisten sind, nur davon, dass sich auch GRAUE WÖLFE beteiligt hätten. Diese werden -nicht nur vom Verfassungsschutz- allgemein als faschistisch angesehen...
Schön, dann steht da eben "nur" Nationalisten. Warum steht da nicht Patrioten? Gerade aus der Feder eines Deutschen klingt "Nationalist" wie eine versuchte Beleidigung, ja Unterstellung.
Und wieso sollen Graue Wölfe faschistisch sein? Mag sein, dass es unter den Grauen Wölfen schwarze Schafe gibt, doch wieso immer diese Übertreibung? Wieso könnte man die Grauen Wölfe nicht patriotisch nennen? Woran macht man den Faschismus der Grauen Wölfe fest?
Wie kann es sein, dass ein angeblich faschistischer Grauer Wolf gerne Ibrahim Tatlises, Ahmet Kaya und andere kurdische Sänger hört und sogar mit einer Kurdin verheiratet ist? Habt ihr jemals mit einem Anhänger der Grauen Wölfe gesprochen? Ist es faschistisch, von Brüderlichkeit und Einigkeit zu träumen? Habt ihr euch schon mal Gedanken über eure Vorurteile gemacht?
Solltet ihr euch wirklich um das Zusammenleben von Kurden und Türken sorgen, dann versucht die PKK-Anhänger dazu zu bewegen, sich vom Führerkult um Öcalan zu lösen, eine Einsicht in die Verwerflichkeit des maoistisch-stalinistischen Totalitarismus der PKK zu entwickeln, sich von Schutzgelderpressung und Spendenerzwingung zu Gunsten dieser Terrororganisation distanzieren und sich endlich zu Einigkeit und Recht und Freiheit, zu Brüderlichkeit mit ihren türkischen Landsleuten bekennen.
Und natürlich ist nicht jeder Kurde PKK-Fan, im Gegenteil sind wohl die meisten Kurden ganz vernünftige Leute, die sich vom PKK-Terror distanzieren und AKP wählen, wie die letzte Wahl in der Türkei gezeigt hat.
Und genau das ist ja auch der Grund, warum die PKK jetzt geradezu panisch reagiert, denn sie sieht ihre Felle davon schwimmen, der Krieg ist ihr Raison detre, daher greift sie wieder zum Terror. Der Spiegel schreibt:
"When the PKK captured eight Turkish soldiers last week, Turkish newspapers printed a photo of the grieving mother of one of the men. The soldiers mother -- like the kidnappers -- was a Kurd."
http://www.spiegel.de/international/world/0,...
Denn das ist die Tatsache, welche der PKK nicht passt: 20 Prozent der Wehrpflichtigen in der türkischen Armee sind Kurden und kämpfen brüderlich Schulter an Schulter mit Türken gegen die PKK.
Es ist offensichtlich, dass gerade jetzt, da sich die Rechte der Kurden bessern, da eine kurdische Partei nach den jüngsten Wahlen ins türkische Parlament einzog, die PKK alles daran setzt, diese Brüderlichkeit zu zerstören.
Dagegen sollten wir vorgehen, jeder einzelne, erst Recht die Meinungmacher in den Redaktionen.

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berfinberfin - 28.08.2009, 22:11 Uhr:
danke
Wir Kurden haben es satt Kurdistan hin Kurdistan her immer diese Rasistische Politik von der EU,USA wie in Ex Yugoslavia, wir wollen kein Kurdistan in der tuerkei,iran,irak,syrien, ist doch alles Zerbommt von der EU und der USA, wie auch Karadzic es erwaehnt hat über den Bosnien Krieg , ist es bei uns genauso.Aber wir danken den Deutschen da sie uns schon immer Politisch und Moralisch unterstützt haben und noch es tun.Wir möchten mit den Deutschen, unser Staat Kurdistan in Deutschland gründen,wir bitten euch dafür um mithilfe. MFG
Berfin

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