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Denn seine fortdauernde Wirkung muß von Seiten des Großkapitals entschärft werden, sonst könnte ja die globalisierte Welt radikal in Frage gestellt werden.

In Freiburg schlossen sich in Laufe des Sommers 15 linke Gruppen, Organisationen bzw. Parteien zusammen, um anläßlich des 30. Todesjahres Che Guevaras ein Fest zur internationalen Solidarität vorzubereiten. Bei dem Vorhaben standen folgende Ziele in Vordergrund: dem geschmacklosen Kommerz und Medienrummel um Che Guevara etwas entgegenzusetzen; ein Fest mit verschiedenen linken Gruppen gemeinsam inhaltlich und organisatorisch vorzubereiten und durchzuführen; die Themen Internationalismus, Solidarität und Sozialismus in den Vordergrund der Diskussion zu stellen; als Zeichen internationaler Solidarität den Erlös den förderpädagogischen Einrichtungen in Pinar del Rio/Cuba zukommen zu lassen; über das Fest hinaus den Zusammenschluß verschiedener Gruppen in Freiburg zu erhalten, um weitere Ideen zu realisieren.
Das Fest zur internationalen Solidarität fand am 11. Oktober in einer Halle am Güterbahnhof statt. Folgende Gruppen waren vertreten: Cuba-Gruppe-Freiburg, Antifa, SAGA, Villa Courage, RDL in anderen Sprachen, Frauengruppe Courage, Nord-Süd-Laden, MLPD, »Solidarität International«, SDAJ, Kaldirac, Medienwerkstatt, Wiwili-Gruppe, VVN-Bund der AntifaschistInnen, Linke Liste. Das Programm begann gegen 17.30 Uhr mit Videos zu: Cuba in den Jahren 1990-96, Weltjugendfestspiele 1997 in Cuba, Abschiebeknäste in der BRD. Ab 21.00 Uhr spielte die Salsa-Gruppe SANDIA, und anschließend war Caribean Disco. Alle Gruppen beteiligten sich in Form von Info-Tischen, Getränke- und Essensständen. Ca. 500-600 Personen besuchten im Laufe des Abends das Fest. Der Erlös,
der den förderpädagogischen Einrichtungen in Pinar del Rio/Cuba zugute kommt, bewegt sich bei knapp 3 000 DM. Seit 1992 besteht das Solidaritätsprogramm der Cuba-Gruppe Freiburg nach Pinar del Rio/Cuba. In den letzten Jahren kamen Spenden von über 20 000 DM den förderpädagogischen Einrichtungen in Form von Lehr- und Arbeitsbüchern bzw. Ausstattungsgütern für die Schulen zugute. Im Herbst 1995 besuchte Olga Alvarez Cruz, die Direktorin der insgesamt über 20 Förderschulen in der Provinz Pinar del Rio, auf Einladung der Cuba-Gruppe Freiburg die Bundesrepublik. Sie leitete mehrere gut besuchte Vorträge in Freiburg, Berlin, Hamburg, Bremen und Offenburg. Mit dem Erlös aus dem internationalen Soldaritätsfest soll ein Kopierer für die förderpädagogischen Schulen finanziert werden, so daß die cubanischen PartnerInnen perspektivisch selbst über ihre Lehr- und Arbeitsbücher herstellen können. Das Fest zur internationalen Solidarität am 11. Oktober diesen Jahr war als Premiere ein gelungenes Fest. '>

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Im Vergleich dazu zwei Filme der letzten Zeit: »Der Skorpion» - Ein Polizistenvater entdeckt, daß sein eigener sechzehnjähriger Sohn der Täter ist - zugleich der Rächer, der die zu verfolgen glaubt, denen er die Schuld an der Vergiftung und am Koma der Mutter gibt. Der Polizist deckt kaltblütig den Sohn und verwischt die Spuren - ohne daß, wie in den einschlägigen amerikanischen Filmen sofort die Aufdeckung, das Strafgericht und die Reue folgen.
Noch deutlicher die letzten Filme mit Bella Block. Bleiben sie auch hinter den Romanen zurück, auf die sie sich berufen, zeigen sie von allen am deutlichsten den Zusammenbruch des Zweikammersystems - hier die Beamtin, da die fühlende Frau. (Daß diese Trennungen natürlich immer noch bestehen und zelebriert werden, beweist überdeutlich der traurige Hängeschnurrbärtler in «Fall für zwei». Die Welt geht unter - aber die Tochter übt Ballett. Papa kommt immer noch rechtzeitig zum Schlußapplaus.)

B. Block dagegen in »Tod eines Mädchens«, gedreht nach dem Roman «Kinderkorn».
Sie findet all die traurigen Typen aus dem Roman zusammengeschüttet: die Mutter, die ihren Mann verloren hat und weiß daß ihre Tochter auf den Strich geht. Sie läuft im jammervoll gekürzten Minirock herum und hat etwas mit dem Jungen, der ihrer Tochter Manuela nachstellt. Ein verheultes Hübschgesicht: Erschütternd, als sie im Supermarkt als Kassiererin anfangen will, die Kunden drängeln sich und sie kommt nicht weiter. Der dicke Abteilungsleiter setzt sich an ihren Platz, zu den Kunden kurzangebunden freundlich, während er ihr mitteilt, daß sie gefeuert ist. Bellas Kollege, selbst pädophil, wirkt wie ein verrutschter Depardieu, mit den verarbeiteten und armen Zügen dessen, der angestrengt einen draufmacht. Am Ende seiner Ausflüchte wegen des Kindesmißbrauchs: »Ich habe nichts Böses getan». Ich war der einzige, der zärtlich war. Es war wie eine Sucht. Bella Block boxt sich durch. Nichts falscher als die Behauptung, es gehe ihr nur um die Durchsetzung des Rechts gegen reich und arm gleichermaßen, wie die taz behauptete. Wer die Bücher gelesen hat weiß, daß nichts ihr ferner liegt als die abstrakte Durchsetzung des Rechts. Mit ihrem brutalen: »Das interessiert mich nicht«, ist sie eine, die für Frauen und Kinder kämpft - und vor allem: für sich selbst. Für die Fetzen des eigenen Lebens.

Mit diesen Gestalten zeichnet sich eine Drehung ab. Fällt mit der strikten Trennung von privat und öffentlich-privat und dienstlich der letzte Rückzugraum des Privaten, dann ist das labile Gleichgewicht des gegenwärtigen Großstadtmenschen endgültig erschüttert. Seine Macht-losigkeit in einer Welt voller Waren, die nur zu bestaunen, und einer der Imperative, die nur zu befolgen waren, ertrug er bisher durch Verschneckung: Rückzug ins unberührbar Innerste. Dahin wenigstens würden ihm die Bösen doch nicht folgen dürfen?

Fällt diese letzte Wand, entfällt auch die letzte Flucht. Beginnt dann: »Daß du dich wehren mußt, wirst du doch einsehn?« Werden wir nicht nur Filme sehen, sondern Handlungen erleben, in denen die an die Wand gedrängten sich wehren - oder wird den Fernsehbäckern und Filmgewaltigen noch eine letzte neue Abfangmöglichkeit einfallen? Darauf können wir im Jahr 98 gespannt sein. '>

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